Monday, September 22, 2008

TAZ: "Beckstein der Obama Bayerns"

Witzige Mail vorhin von der taz bekommen - ich hatte mal ein Probeabo und stehe wohl seitdem auf deren Liste der bayerischen taz Leser.

Dafür zugeschnitten als folgendes Angebot:

Für jedes angefangene Prozent, das die CSU bei der Landtagswahl 2008
unter 50% der Stimmen bleibt, lesen Sie die taz einen Monat gratis.
Etwaige Verstöße gegen das bajuwarische Wahlgesetz nehmen wir dabei in Kauf.

Agitieren Sie alle Verwandten, Bekannten und CSU-Zweifler. Wie sehr sich
das lohnt, zeigt diese Hochrechnung:

38% für die CSU -- 1 Jahr taz gratis.

35% für die CSU -- 15 Monate taz gratis.


Klingt verlockend...und ist eine ziemlich lustige Idee!

Tuesday, September 16, 2008

Robocop Kraus in MUC


Am Samstag tolles Konzert von Robocop Kraus gesehen. Mal wieder. Die Band hat übrigens einen Besetzungswechsel - und ist damit nicht länger eine Nürnberg/Hamburger Band (jetzt wieder nur noch Nürnberg).

Peter Tiedeken hat die Band verlassen, neuer Bassist ist der Nürnberger Robin van Velzen, bekannt von Bambi Davidson und The Mother, The Son and the Holy Ghost (jeweils zusammen mit Robo-Drummer Hans Fuss).


Beim Konzert in München hatte Robin nicht nur toll Bass gespielt - er trug auch einen handbemalten, bunten Anzug. Sehr gut!

Sunday, September 14, 2008

Wir bekommen an der DJS ziemlich nette Kameras ausgeliehen. Beim Kochen fällt mir ein Ei aus dem Karton und geht kaputt. Was passiert, wenn man diese Ereignisse kombiniert?

Ein Video natürlich. EiMovie. Ganz klar:


Wednesday, July 16, 2008

Fast Food Comedy

Manchmal erübrigt sich jeder Kommentar. Stichworte reichen:
McDonalds verschenkt Kresse zum Selbstanpflanzen, McKresse sozusagen. Was aussieht wie ein neuer Scherz der großartigen Yes Men, ist längst Wirklichkeit:

Noch besser macht es allerdings die NATO: Deren neues Image soll ihnen passenderweise der ehemalige Coca-Cola Manager Michael Stopford verpassen, wie Atlantic Review in Bezug auf die New York Times vermeldet. Irgendwie klebrig. Soviel zum Thema Imperialismus, hüstel hüstel. Wohlsein!

Saturday, July 12, 2008

Trackbike?

Jetzt also auch hier: Trackbikes sind der Fahrradhype des Sommers.

In San Francisco konnte man schon vor 3 Jahren kaum einen Hipster finden, der ohne Trackbike unterwegs ist. Trackbikes sind Fahrräder, die (optisch durchaus ansprechend) auf so ziemlich ALLES verzichten, was man bei einem Fahrrad so braucht. Keine Bremsen, keine Gangschaltung, kein Licht, von Schutzblechen und Gepäckträger ganz zu schweigen. Sehen etwa so aus, wie die Räder, mit denen in den 1920er Jahren Hallenrennen gefahren wurden.

Als ich so ein Rad zum erstem Mal sah, dachte ich: Wow, super, so ein Rad sieht ja toll aus, muss NIE gewartet werden (ist ja nix dran, was kaputt gehen könnte) und ist darum sicher auch total billig. Meine naive Schätzung: maximal 200 Dollar. Ist ja nix dran, was viel Geld kosten könnte.

Falsch.

Die Räder kosten um die 1000 Dollar, jetzt auch immer öfter in Deutschland unterwegs (erst gestern habe ich gleich 3 an der Isar stehen sehen). Verdammter, überteuerter Lifestyle-Käse. Wenn schon Minimalismus, dann bitte auch zum fairen Preis.

Wednesday, June 11, 2008

Robert Rauschenberg



Zur Zeit läuft im Münchner Haus der Kunst eine große Rauschenberg Ausstellung. Ich bin ja ziemlicher Fan, vor allem vom Erased Painting, in dem Rauschenberg ein De Kooning Bild wegradiert und das (fast) leere Bilde als sein eigenes Ausstellt (Video hier, Informationen hier) gehört zu meinen Lieblingskunstwerken. Als Robert Rauschenberg vor einigen Wochen starb, bin ich mit dem Fahrrad am Haus der Kunst vorbei gefahren - ich meine mich zu erinnern, dass die Flaggen auf Halbmast hingen.

Die aktuelle Ausstellung befasst sich mit Rauschenbergs Reisen in den Jahren 1970-76: Venedig , Israel, Ägypten (dort war er nur in seiner Phantasie). Seine Objekte stehen frei im Raum, keine Gitter, Absperrungen etc. behindern die Betrachtung. Toll gemacht. Hightlight: Die "early egyptians" (Kartonskulpturen mit Sand, die wie Steine aussehen und auf der Rückseite mit Neonfarben bemalt sind - dadurch entstehen farbige Schatten an der Wand).

Spontane Wertung: 4 von 5 Sternen, und zwar nur deshalb, weil der Film zur Ausstellung ziemlich fad war (und zudem in recht schlechter Bild- und Tonqualität). Ansonsten aber: Hingehen! Die Austellung läuft noch bis zum 14.9.

Sunday, June 8, 2008

Hammelburg Nachtrag

Wieder zuhause, in Sicherheit, keine Minen in München, Scharfschützen auch eher selten.
Was die Odysee zur Bundeswehr gebracht hat?
Hier jedenfalls die Eindrücke von Timo (Vanity Care) und Malte (Nerd it yourself). Lesenswert!

Zunächst mal Einblicke in eine völlige Parallelwelt: Aufstehen um 6h, immer vollverpflegt, grenzwertiger Humor, tolle Wortschöpfungen (Knallschaden, zentraler Meldekopf, Beschussgarten...), Menschen mit dem Aussehen von Männern und den Sprüchen kleiner Jungs.
Hier einige Beobachtungen, unsortiert und assoziativ:
  • Im Lob- und Tadelbuch (sic!) der Kantine steht: " Lob für das gute Blaukraut. Ohne Mampf kein Kampf"
  • Die Puppe, an der wir die "Versorgung Verwundeter" üben sollen, trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Ambu-Man". Klingt wie ein von der Krankenkasse (oder vom ADAC) erfundener Superheld
  • Im Ort Hammelburg steht ein tiefergelegter Opel mit verdunkelten Scheiben, auf dessen Windschutzscheibe ein großer Aufkleber der "Böhsen Onkelz" pappt. Auf der Beifahrertür steht in Frakturschrift "Mandy", auf der Fahrertür "André". Soviel Klischee wäre keinem Drehbuchautor erlaubt.
  • Auf einem Flyer, der überall in der Kaserne ausliegt, wird Werbung für eine Party in der lokalen Dorf-Disko gemacht. Attraktion: Saufspiele an der 3-Liter Ölch Machine. Wohlsein! Dazu Cover-Rock.
  • Ein örtlicher Schnapsbrenner wirbt im Haus des "Zentralen Meldekopfs"
    mit Flachen in Penisform:




  • Bundeswehr- und Journalistenhumor werden erst nach etlichen Bieren halbwegs kompatibel. Zum Beispiel als ein schnauzbärtiger Oberfeldsonstwas gegen Mitternacht völlig betrunken in das Unteroffiziersheim kommt (wir haben dort am letzten Abend gegessen), um uns Journalisten verwundert zu fragen, ob unsere Zunft denn kein eigenes Lied habe. "Was seid ihr denn für eine Truppe, ohne Lied?", fragt der Mann mit der Lederhaut und der Kurt Beck Frisur. Und stimmt sein Lied von der Infantrie an, die ihre Feinde dem Boden gleich macht. Für uns schlägt er spontan das Lied "Presse Presse Uffta Uffta" vor. Nun ja.